Persönlichkeitsstil
Antisozial (psychopathisch)
Ausrichtung auf Macht und Kontrolle
An der Spitze der Nahrungskette
Regeln sind für Schafe gemacht.
Dieser Stil sieht die Welt weitgehend in den Kategorien Stark und Schwach. Kontrolle, Gewinnen und der eigene Vorteil fühlen sich sicher an, Abhängigkeit und Zärtlichkeit dagegen riskant, und Regeln können wie Hindernisse aussehen, die für andere gedacht sind. Viele Menschen stimmen einigen dieser Aussagen aus normalem Konkurrenzdenken zu. Eine Übereinstimmung mit dieser Beschreibung sagt nichts über Kriminalität aus. „Antisozial“ ist hier ein klinischer Begriff und hat nichts mit dem Schimpfwort „asozial“ zu tun.
Das sind Muster, die für diesen Stil allgemein oft beschrieben werden. Es sind keine Aussagen über dich.
- Charakteristische Gefühle
- Wut, Neid und Langeweile. Angst und Scham werden aus dem Blickfeld gehalten.
- Innerer Konflikt
- Zwischen „niemanden brauchen“ und „doch jemanden brauchen“.
- Grundangst
- Schwach zu sein, ungeschützt dazustehen oder von jemand anderem kontrolliert zu werden.
- Umgang mit Belastungen
- Jederzeit die Kontrolle behalten (omnipotente Kontrolle). Handeln statt fühlen (Ausagieren).
- Quellen des Selbstwertgefühls
- Stärke, Gewinnen und sich nicht täuschen zu lassen.
- Wie andere es oft erleben
- Wirken oft charmant und selbstsicher. Andere fühlen sich womöglich unwohl oder ausmanövriert und später ausgenutzt.
- Stärken
- Ruhe unter Druck, Entschlusskraft und die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen.
- Wo es im Weg steht
- Vertrauen und ein Geben und Nehmen fallen schwer. Menschen können als Mittel zum Zweck behandelt werden. Reue stellt sich nicht leicht ein.
- Arbeit, in der man sich oft wohlfühlt
- Fühlen sich oft zu einem Umfeld hingezogen, in dem viel auf dem Spiel steht und Konkurrenz herrscht: Verhandlungen, Vertrieb, riskante Unternehmungen, Krisenarbeit.
- Was bei anhaltendem Stress passieren kann
- Unter anhaltendem Stress: waghalsige Risiken, Ärger mit Regeln und dem Gesetz und abgebrochene Brücken.
- In Beziehungen
- Wählen oft Menschen, die vertrauensvoll oder nachgiebig sind. Beziehungen halten nur dort, wo es ein echtes Geben und Nehmen gibt.
- Fiktive Figuren mit ähnlichen Zügen
- Tywin Lennister, Hannibal Lecter, Tyler Durden.
Eine Frage zum Nachdenken
Wann ist es für dich zuletzt gut ausgegangen, dich auf jemanden zu verlassen?
Etwas zum Beobachten in dieser Woche
Ein Gespräch, von dem du meinst, du müsstest es gewinnen. Was würde es dich kosten, es gut sein zu lassen?