Ein Porträt deines Charakters, kein Urteil.
63 Aussagen auf Grundlage des psychoanalytischen Modells von Nancy McWilliams. Zwölf Minuten, anonym, und am Ende bekommst du ein schriftliches Profil, das dir bleibt.
Charakter als Art, mit Belastungen umzugehen
Im psychoanalytischen Modell von Nancy McWilliams wird Charakter nicht als Bündel von Symptomen verstanden, sondern als persönliche Strategie, sich an die Welt anzupassen. Der Test sucht nicht nach Störungen. Er zeigt, wie du gelernt hast, mit Angst umzugehen, dein Selbstwertgefühl zu schützen und Beziehungen aufzubauen.
So wird ein Wert gelesen
- Nicht ausgeprägt
- Wert unter 3,5Nur wenige Antworten passen zur Beschreibung. Sie wird zur Einordnung gezeigt und kann helfen, andere Menschen zu verstehen.
- Mäßig
- Wert von 3,5 bis unter 6,5Einige Antworten passen zur Beschreibung. Es lohnt sich zu schauen, was vertraut wirkt und was nicht.
- Ausgeprägt
- Wert von 6,5 bis unter 8,5Viele Antworten passen. Die Beschreibung trifft möglicherweise auf eine gewohnte Art zu, mit Belastungen umzugehen, zumindest in manchen Situationen.
- Dominant
- Wert ab 8,5Die meisten Antworten passen zur Beschreibung. Sie spiegelt möglicherweise eine gewohnte Art wider, in den meisten Situationen mit Belastungen umzugehen.
Ein Wert ist deine durchschnittliche Zustimmung zu sieben Aussagen, umgerechnet auf eine Skala von 0 bis 10. Die vier Ausprägungen beruhen auf Grenzwerten, die dieses Projekt gewählt hat; es sind keine klinischen Ebenen. Dieser Fragebogen erfasst nicht die Ebene der Persönlichkeitsorganisation.
Neun Persönlichkeitsstile
Jeder Stil ist eine Art, mit Angst umzugehen, das Selbstwertgefühl zu schützen und anderen Menschen nahe zu bleiben. Die meisten von uns tragen mehrere in sich.
Empfindlichkeit gegenüber Bewertung
Der König hinter den Spiegeln
Entweder bin ich ganz oben, oder ich bin nichts.
Beim narzisstischen Stil geht es um das Selbstwertgefühl und darum, was es stabil hält. Anerkennung, Leistung und der Vergleich mit anderen haben großes Gewicht. Kritik oder auch nur ein durchschnittliches Ergebnis kann Scham oder ein Gefühl der Leere auslösen. Den Stil gibt es in vielen Abstufungen, die meisten davon alltäglich: von gesundem Ehrgeiz am einen Ende bis zu einer schmerzhaften Abhängigkeit von Bestätigung am anderen. Eine Übereinstimmung mit dieser Beschreibung bedeutet keine Persönlichkeitsstörung.
Vollständige Beschreibung lesenBedürfnis nach Abstand und innerem Raum
Der weise Einsiedler
Ich bin frei, weil ich allein bin.
Im Mittelpunkt des schizoiden Stils steht eine Spannung zwischen dem Wunsch nach Nähe und dem Bedürfnis, die eigene Autonomie zu schützen. Menschen, die so beschrieben werden, haben oft ein reiches Innenleben und reagieren empfindlich auf Reizüberflutung und darauf, dass ihnen jemand zu nahe kommt; deshalb ziehen sie sich zurück, wenn der Kontakt zu viel wird. Das ist nicht dasselbe wie Introversion, Kälte oder mangelndes Interesse an Menschen.
Vollständige Beschreibung lesenOrdnung und Kontrolle als Stütze
Das lebende Uhrwerk
Ich denke, also fühle ich nicht.
Dieser Stil bewältigt Unbehagen durch Denken (die obsessive Seite) und durch Tun (die zwanghafte Seite). Regeln, Pflicht und Maßstäbe sind wichtig, und Gefühle werden eher auf Abstand gehalten und durch Überlegungen ersetzt. Es ist ein Persönlichkeitsstil und nicht dasselbe wie eine Zwangsstörung. Eine Übereinstimmung ist hier keine Diagnose einer Zwangsstörung und sagt auch keine voraus.
Vollständige Beschreibung lesenSelbstaufopferung und Mühe mit den eigenen Bedürfnissen
Wer das Kreuz trägt
Ich leide, also verdiene ich Liebe.
In diesem klinischen Sprachgebrauch hat das Wort „masochistisch“ nichts mit Sexualität zu tun. Der selbstschädigende Stil beschreibt die Gewohnheit, auf eigene Kosten für andere zu sorgen, sich wegen Freude oder Erfolg schuldig zu fühlen und durchzuhalten, in der Hoffnung, dass die Geduld bemerkt wird. Wer Mühe hat, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen, ist deshalb niemals dafür verantwortlich, von jemand anderem schlecht behandelt zu werden.
Vollständige Beschreibung lesenEmotionale Ausdruckskraft und das Bedürfnis nach Resonanz
Der Star der Show
Die ganze Welt ist Bühne, und ich verlange die Hauptrolle.
Dieser Stil bewältigt Angst durch Gefühlsausdruck und den Kontakt zu Menschen. Gefühle kommen schnell und stark, Wärme und Lebendigkeit fallen leicht, und übersehen zu werden oder machtlos zu sein ist besonders schwer zu ertragen. Die deutsche Ausgabe des Buches von McWilliams spricht von „hysterischen (histrionischen)“ Persönlichkeiten, mit dem älteren klinischen Begriff an erster Stelle. Im Alltagsdeutsch ist „hysterisch“ zu einer Beleidigung geworden, deshalb heißt der Stil hier nur „histrionisch“.
Vollständige Beschreibung lesenWachsamkeit und Vorsicht beim Vertrauen
Der Kommandant im Bunker
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Noch besser: gar nicht erst vertrauen.
Den paranoiden Stil kennzeichnet eine Wachsamkeit gegenüber verborgenen Motiven und möglicher Bedrohung. Vertrauen entsteht langsam, mehrdeutige Bemerkungen werden leicht als feindselig gedeutet, und eigene unerwünschte Gefühle werden womöglich anderen zugeschrieben (Projektion). Der Kontext zählt: Wachsamkeit kann eine vernünftige Antwort auf reale Erfahrungen von Verrat oder Gefahr sein.
Vollständige Beschreibung lesenSelbstkritik und Empfindlichkeit für Verlust
Die zerbrochene Vase
Wenn etwas schiefgegangen ist, bin ich schuld.
Der depressive Stil richtet Vorwürfe und Wut nach innen. Schuldgefühle stellen sich leicht ein, die Bedürfnisse anderer kommen zuerst, und Verlust oder Zurückweisung wird tief empfunden. Es ist ein Persönlichkeitsstil und nicht dasselbe wie eine klinische Depression. McWilliams beschreibt auch ein manisches Gegenstück, bei dem ein Mensch vor schmerzhaften Gefühlen in ständige Aktivität flieht; eine Aussage in diesem Fragebogen bildet diese Seite ab.
Vollständige Beschreibung lesenUnter Stress Abstand vom Erleben
Der zersplitterte Spiegel
Die Wirklichkeit lässt sich abschalten.
Dissoziative Erfahrungen decken ein weites Spektrum ab. Am einen Ende stehen verbreitete Erfahrungen wie Tagträumen, tiefe Versunkenheit und Handeln auf Autopilot. Weiter zum anderen Ende hin liegen das Gefühl, von sich selbst oder der Umgebung losgelöst zu sein, und Erinnerungslücken. Dieser Fragebogen kann sie nicht voneinander unterscheiden, und er kann nicht sagen, was sie verursacht.
Vollständige Beschreibung lesenSo funktioniert es
Etwa 12 Minuten von Anfang bis Ende.
Antworten
Bewerte 63 Aussagen von „trifft überhaupt nicht zu“ bis „trifft voll und ganz zu“. Deine Antworten werden laufend in deinem Browser gespeichert, du kannst also eine Pause machen.
Auswerten
Jeder der neun Stile erhält einen Wert von 0 bis 10, der auf sieben Aussagen beruht.
Lesen
Du bekommst ein Diagramm, eine Übersicht in Rangfolge und eine ausführliche Beschreibung jedes Stils, unter einem privaten Link, den du speichern kannst.
Wann immer du so weit bist.
Kein Konto, keine E-Mail. Der Fragebogen dient der Selbstreflexion, wurde nicht klinisch validiert und stellt keine medizinische Diagnose.
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